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Was ist das Horner Syndrom?

Unter Horner Syndrom versteht man eine Art von Beschädigung im Nervensystem, bei dem verschiedene Augenmuskeln betroffen sind. Bei diesem Komplex von Symptomen treten eine Pupillenverengung (Miosis), ein Herabhängen des Oberlides (Ptosis) und ein Zurücksinken des Auges in die Augenhöhle (Enophthalmus) gleichzeitig auf. Neben den sichtbaren Symptomen am Augapfel ist auch eine erhöhte Schweißproduktion in der oberen Körperhälfte kennzeichnend für dieses Krankheitsbild.
Die Diagnostik erfolgt in der Regel durch Blickdiagnostik oder durch genaue Beobachtung nach Gabe bestimmter Kokain- und Amphetamin-Augentropfen. Mit diesen Tropfen können Ausmaß und Lokalisierung der Schädigung konkretisiert werden.

Mit der Zugabe von speziellen Augentropfen kann die Diagnose des Horner-Syndroms exakter ausfallen.

Mit der Zugabe von speziellen Augentropfen kann die Diagnose des Horner-Syndroms exakter ausfallen.

Da sich Mimik und Ausdruck des Gesichtes durch die Horner Symptomatik stark verändern, leidet der Patient auch besonders unter den psychischen Belastungen.

Das Horner Syndrom wird durch einen Schaden am Nervensystem verursacht, die sowohl die Folge einer Erkrankung als auch genetischer Natur sein können.

Ursachen für ein Horner Syndrom

Die häufigsten Gründe für ein Horner Syndrom sind neben Traumata:
Durchblutungsstörungen im Gehirn beispielsweise nach einem Schlaganfall,
• Erweiterung der Blutgefäße auf Grund ständigen Bluthochdrucks,
Gehirntumor: In diesem Fall wird das Ursprungsgebiet der Nerven vom Tumor gequetscht und verliert damit seine Funktion,
Syringomyelie: eine Höhlenbildung im Rückenmark des Halses,
• Tumor des Halsmarkes, der vorwiegend bei Kindern erscheint und häufig von Lähmungserscheinungen zum Beispiel der Arme begleitet wird,
• Pancoast-Tumor: Hierbei handelt es sich, um einen Tumor an der Lungenspitze. Betroffen ist genau die Stelle, an der der Nerv zusammen mit der Halsschlagader wieder nach oben in den Kopf zu den Augen zieht,
• Stellatumblockade (Nervenblockade des Ganglionstellatum), Schulddrüsenkarzinom, Wallenberg-Syndrom (gehört zu den Hirnstammsyndromen) sowie Wirbelsäulenverletzungen.

Außerdem können nach Unfällen, nach einer Geburt durch eine Geburtszange oder nach jeder Art von Tumor in der Nähe des Augapfels Nervenbeschädigung mit einem Horner Syndrom als Folge entstehen.

Behandlung und Therapie des Horner Syndroms

Zunächst muss ausgeschlossen werden, dass nicht eine Krankheit der Augäpfel der Miosis oder Ptosis, zu Grunde liegt, sondern die Beschwerden symptomatisch für das beschriebene Syndrom sind. Schwerpunkt der Behandlung dieses Symptoms ist die Therapie der verursachenden Erkrankung. Nur durch eine effiziente Behandlung der Grundkrankheit kann die Symptomatik des Horner Syndroms verbessert werden. Eine Früherkennung ist dabei besonders wichtig, denn nur wenn der Nerv noch nicht komplett geschädigt oder durchtrennt ist, besteht eine Chance auf eine Linderung der Symptome.
Die Behandlung muss immer sehr individuell und genau auf die Leiden des Patienten und seiner Erkrankung abgestimmt werden.